BIO

Markus Thaller verdankt seinen Namen seiner jugendlichen Leichtigkeit. Als er in der damaligen Juz-DJ-Schmiede am Telefon stets den unverwechselbaren Helge mimte, war die Sache schnell klar. Im besagten Juz wurde dem jüngsten Vorstand auch schnell deutlich, dass der Weg wohl in und nur durch das Nachtleben führen muss.

Davor wurde der Weg jedoch von Bmx, Taschenmesser, Stunts, Narben, Keyboard, Judo, Gymnasium, Stereoanlage, Rennrad, Tischtennis, Kapuzenpulli, Verweise, Mountainbike, Snowboard, E-Gitarre, Band, Verfolgung und Schädelbruch geprägt.

Dies heil überstanden, wurden schließlich die ersten Konzerte und Parties organisiert und auch die ersten Erfahrungen hinter dem Mischpult gesammelt. Nur war das Medium damals die CD und der Sound gitarrenlastig, ehe er auf die gute alte Schallplatte und völlig andere musikalische Reize stieß. Der Weg führte über Brazil und Funk zu Headz, Big Beat und Drum’n’Bass, bis schließlich der elektronische Einfluss Überhand gewann und Elektro und House das Treiben bestimmten. Die Bezugsquelle war stets der heutige Bogaloo-Lenker, der damals schon aus seinem Zimmer die angesagten Scheiben verkaufte.

Es folgte der Wechsel auf die Fos und somit in seine zukünftige musikalische Hauptstadt. Genau in diesen beiden Jahren wurde erst der Spinning Wheel Record Store aufgebaut, welcher stets Freitagnachmittag in Docs Händen lag, bevor die zweite Herausforderung das Bogaloo war. Die freien Schülerminuten wurden nicht mehr sinnlos verbracht, sondern in den Aufbau und die Renovierung des ehemaligen Kinos gesteckt. Nebenbei arbeitete Doc einige Jahre in der Gastro eines Freundes, wodurch das Leben eines Vinyljunkies aufrechterhalten werden konnte.

Die weitere Aufgabenverteilung im Bogaloo war von Anfang an breit gefächert. Von Türe und Bar bis Organisation und Realisation und natürlich dem wichtigsten Aspekt, der Musik. Aus regelmäßigen Abenden entwickelte sich 2000 seine Veranstaltungsreihe, die seither stets Gäste der elektronischen Musik willkommen heißt.

Obwohl es in den ersten fünf Jahren über 40 Veranstaltungen gab, kam im Herbst 2004 eine weitere Reihe dazu. Die stellen seit diesem Zeitpunkt einen mehrmals im Monat stattfindenden Clubabend der elektronischen Musik dar und geben renommierten Djs, aber auch Newcomern eine Bühne.

Ein Ausschlag gebender Punkt für Docs musikalische Findung waren sicher die unzähligen Nächte in Münchens einschlägigen Clubs, als Doc nach dem Fach-Abi in der Metropole seinen Zivildienst leistete. Die Creme de la Creme der Djs hatte völlig überzeugt und der Stil wandelte sich von ruhigen, groovigen House langsam zu der schnelleren und härteren Gangart. Schließlich folgten diverse Radiosendungen und Bookings in andere Clubs.

Zum heutigen Tag kann man ihn und seinen Sound aber schwer auf eine Richtung festnageln.

Elektronisch, groovig und druckvoll wird es aber immer sein.

 

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