info : 06/2000

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INFORMATION

Peter Kruder muss man eigentlich nicht mehr groß vorstellen. Im Duo mit Richard Dorfmeister hat er ganz entscheidendes für die zentraleuropäische Musikkultur geleistet, mit seinem Solo-Release 'Peace Orchestra' vom Oktober '99 setzte er ein weiteres deutliches zeichen seines musikalischen wirkens.

als DJ macht er sich nach wie vor rar, spielt nur in ausgewählten locations und bei ganz wenigen events -- deshalb sind wir ganz besonders stolz, ihn in unserem kleinen, ländlichen club begrüssen zu dürfen.

nachfolgend das release-info zu Peace Orchestra:

--copy/paste-- :)

PEACE ORCHESTRA - Peace Orchestra

Guten Tag und Hallo auf dem Plateau der Skills. Hier arbeiten die außergewöhnlichen Talente. Die, die nicht nach links und rechts schauen, die geradeaus und ohne Zwang ihre Visionen verwirklichen. Ihr Handwerk haben sie von Grund auf gelernt, weil sie seit frühesten Tagen mit Hingabe ihre Leidenschaft kultivieren: die Seele der Musik zu erforschen. An diesem Ort arbeiten nur die Könner. Die Hüter des Wahren, Schönen, Guten. Ist die Zeit gekommen, daß einer von Ihnen seine Fähigkeiten ehrenvoll demonstriert, machen sich alle bereit. Dann wird zugehört. Und kein Lüftchen trübt den Klang. Ladies and Gentlemen: Peter Kruder und sein PEACE ORCHESTRA.

Hier ist ein musikalischer Lyriker am Werk. Einer, der Atmosphären in Klänge formt, sie in Grooves verpackt und in Gehörgänge schraubt. Der seine Eindrücke, Ansichten und Gedanken in Musik umsetzt, um zu erklären, wie seine Welt ausschaut, und um zu zeigen, welche Sprache er dafür entwickelt hat.
Die Idee, diese komplexe Aufgabe im Format eines Orchesters zu realisieren, zeugt von Mut. Denn spricht man von Orchestern, denkt man an Größe. An Bühnen voller Instrumente, talentierte Musiker -- vorne der Dirigent, dahinter das erwartungsvolle Publikum. Vor allem aber denkt man an den Sound der Musik: Breit, ausgefeilt, instrumentiert, live eingespielt. Ein echter Koloß, in der Handhabe schwer zu regeln. Nur den wahren Großmeistern unter den Dirigenten gelingt, den Klang eines Orchesters zu bündeln, die Musik zusammenzuhalten und ihr eine ganz individuelle Dynamik zu verleihen.
Passiert dies, dann fallen die Grenzen, wird das Orchester eins mit seinem Maestro. Und die Zuhörer dazu.

Die vorliegende Aufnahme, das erste Solo-Album des PEACE ORCHESTRA unter der Leitung von Peter Kruder aus Wien zeigt beispielhaft die Magie, die ein solches Einswerden erfüllt. Schon nach den ersten Takten wird man von der dunklen Tiefe des Klangs gefangen. Finster und sexy funkelt die Musik, perlig tropfen Dub-Echos über die Arrangements, sinnlich schnarrt ein Jazz-Baß. Und dann: Aufbruch, Tempo, eine Klarinette. Weiter: Leidenschaft.
Es folgt eine kurze Zeit der Atemlosigkeit, dann wieder Entspannung. Zeit zum Inhalieren. Wieder Grooves. Die Rhythmik der Tracks variiert geschmeidig zwischen Jazz, Dub und Bossa. Und immer wieder taucht eine musikalische Seele von solch überwältigender Brillanz und Schönheit auf, daß sie trotz ihrer Schwere wie eine strahlende Sonne am Himmel eines jungen Abends erscheint. Dann schließlich ertönt das lange Feedback eines lärmenden Echos und man ist an das Ende eines großartigen Album gelangt. Ausatmen. Stille.
Gelingt es, sich dem lange nachwirkenden Bann dieser Musik vorsichtig zu entziehen, tauchen vielleicht erste Fragen auf. Denn man hörte, daß fast alle Parameter, die den Sound eines konventionellen Orchesters ausmachen, erfüllt wurden: Episches Format, plastische Tiefe, Liveatmosphäre. Welche Musiker waren hier eigentlich am Werk?

Die einfache, faszinierende Antwort lautet: Es war einzig und allein Peter Kruder. Und alle haben zugehört.