review: hiphop

Mos Def – The New Danger

Wie lang haben wir gewartet auf das 2. Solowerk von ihm?!?! Gerüchte en masse standen voraus…Wird er weiter machen?! Das Album schon Kasten, aber kein Label?!
Doch seine Features wurden wieder mehr, nachdem er sich etwas im Filmbusiness ausgetobt hatte. In einigen Musikvideos (u.a. Alica Keys) konnte man ihn auch erkennen. Und nun ist „The New Danger“ auf Geffen erhältlich...

Das erste Mal angespielt hat mich das Album sehr verwundert. Sehr gitarrenlastig. Sehr bizarr. Zuviel Gesang?! Wie angesagt…erstes Anspielen. Wie auch beim ersten Soloalbum „Black on both sides“, das definitiv zu den Klassikern zu zählen ist, sollte man sich auch hier etwas Zeit nehmen. Gäb’s ne Gebrauchsanweisung, würde man wohl als erstes lesen: „Leg die Platte auf den Teller und lass laufen!“ Das und nichts anderes sollte man tun, denn nur so entfalten die 18 Tracks Ihre Kraft. Der Mann macht schon lange keinen HipHop mehr!!! Dieser Kerl ist ein genialer Musiker! Jeder kennt seine Stimme und liebt sie in der Regel auch. Das weiß er und setzt dies sehr gekonnt ein! Ruhige soulige Gesangspassagen geben genau diesen Vibe mit. Welcher Typ kann es sich leisten, einem bouncewütigem Publikum eine gefühlvolle Gesangsballade vor den Latz zu knallen?! MOSt DEFinetly!! Gänsehaut vorprogrammiert. Das erklärt auch interessante Features wie Shuggie Otis oder Paul Oscher. Kennt man die nicht von früher?! Genau das!
Andererseits passen auch rockige Einlagen auf das Album. Shocking Shit der wirkt! Aber keine Angst…gewohnt gute Samplebeats finden sich auch hier in alter Manier. Für alle „Fat Booties“ gibt’s jetzt „Sunshine“. Produziert haben Leute wie Raphael Saadiq, Minnesota, Kayne West, Easy Mo Bee, Psycho Les (Beatnuts), 88 Keys oder Mos himself. Folglich ein Projekt, dass ohne die ganz großen Namen und Features auskommt. Genau das macht es wiederum etwas persönlicher und auch als Ganzes kompakt. Die Tracks erscheinen beim Durchskippen zwar sinnlos aneinander gereiht, doch beim Hören begibt man sich auf eine kurze Reise durch die Welt von „Mr. Blackstar“. Wobei die Texte durchaus in die Tiefe gehen. Listen!

Eines der Highlights im letzten Jahr…Wir sind gespannt, ob’s auch ne Blackstar-Reunion gibt.


Da Stubenhocker

15.02.2005 / Tominoka / mail


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