review: hiphop

Max Herre - s/t

Wieder mal ein Album über das viel geredet wird. Der gute Max – nach scheinbar langer Abstinenz ist er wieder zurück auf der Bühne. In der Zwischenzeit hat er neben seinem Album, das seiner Frau Joy Denalane produziert, ist nach Berlin gezogen, Vater geworden, Stuggi-Town trotzdem noch represented und und und…



Die Promo „Zu elektrisch“ sorgte schon für einigen Gesprächsstoff á la „Der macht jetzt Rock?!“ „Is halt so sein eigenes Ding…“. Dabei hat Max HipHop nie sausen lassen, auch wenn Statements wie „Ich hör nur Rock und burn’ Dich doch!“ klar darüber hinausgehen.
Das 15 Tracks starke Vinyl beinhaltet definitiv Rap – eben mal anders umgesetzt. Das Werk ist eigentlich schwer in einen Kontext zu setzen und wenn dann ist es meiner Meinung nach ein Soul-Album! Denn davon hat es verdammt viel!
Ob Rock, Reggae, Blues oder HipHop-Einfluss – Max Herre verwirklicht sein Lebenswerk eben nach seinen Vorstellungen und das verdient wirklich Anerkennung. Natürlich hat er sich nicht den leichtesten Weg ausgesucht, da er aus einem HipHop-Umfeld kommt, jedoch mit diesem Album auch anderes Klientel ansprechen wird, was Hartgesottene wohl verstören könnte. Doch war FK nicht auch Soul?!?! Er verarbeitet jedenfalls noch gleiche/ähnliche Themen wie Liebe, Klischees, Religion, A-N-N-A oder Entwicklung. Der Mann ist jedoch nicht stehen geblieben, wie manch anderer! „King vom Prenzlauer Berg“ oder „Playground“ sind nur 2 von vielen Highlights. Hervorzuheben ist noch „1ste Liebe“ mit Joy an seiner Seite. Ein Liebeslied, dass sich erst zum Ende des Stücks als Hommage an Stuttgart entpuppt! Eindeutig zweideutig umgesetzt! Nice one!
Jedenfalls ist es ein Album zum zuhören und grooven…eigentlich wie man es von seiner Musik gewohnt ist. So gesehen ist dieser Max Herre die logische Konsequenz aus dem Freundeskreis.
Übrigens gibt’s eine limitierte Vinyl-Edition mit Bonus 7“ und DVD. Auf der 7“ sind zwei Versionen von „Sei tu“. Die DVD kommt mit einer netten Audiobiografie, Hintergründen und Musikvideos. Beeilen!

Tominoka

15.02.2005 / Tominoka / mail


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