review: broken beats

Jeremy Ellis - The Lotus Blooms

Daß die Ubiquity-Macher Erfahrung haben, zeigt Ihr Vertrauen in erstklassige Künstler sowie die eben erlangte Titulierung zum "Label of The Year" durch Gilles Petersons World Wide Show. Und jetzt gibt es ein neues Ding aus eben diesem Hause...

Jeremy Ellis aka Ayro veröffentlicht Ende Februar seinen zweiten Longplayer "Lotus Blooms", der jedoch nicht ohne Hürden zu bewerkstelligen war. Inspiriert vom puerto-ricanischen Leben und vor allem der Musik aus dieser Region begab er sich von dort nach dreimonatigem Aufenthalt mit genügend Material zurück in die Heimatstadt Detroit. Dabei ging jedoch die Hälfte seiner Aufnahmen verloren. Nichtsdestotrotz entstand ein Werk wie es abwechslungsreicher gar nicht sein kann. Ein elegant kombiniertes Freestyle-Album, das alle Elemente des FutureJazz, Hip-Hop (Hammer 10min-Track!), Broken Beat und House enthält - und das nicht nur hintereinander, sondern teilweise in einem einzigen Track vermischt. Sogar die Klassik kommt in einer Piano-Variation von Beethovens "Sonate in C" nicht zu kurz. Traditionelle Puerto-Rico-Folklore wie
"Cortaron A Elena" und clubtaugliche Derivate dieser Stilrichtung wie Bombakiss runden die Sache ab. Der studierte Klassik-und Jazzklavier Künstler zeigt sich hier von seiner besten Seite, was mit Sicherheit auf den jahrelangen Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit Carl Craig, Amp Fiddler, Roy Davis jr. oder Jazzanova zurückzuführen ist. Ebenso ließ er sich von Größen wie Stevie Wonder, Herbie Hancock oder den Beatles beeinflussen, wodurch er von dem einen oder anderen nicht zu Unrecht auch als "Detroit's Broken Beat Stevie Wonder" bezeichnet wird. @ Ubiquity Records

03.05.2005 / Matthias Desch / mail


<< zurück

diese seite ist teil von dem hier: reload the bogaloo.