review: hiphop

MB1000 - King

Deutscher Rap ist tot. Oder? Hab ich mal gehört. Und jetzt kommen die Jungs von MB1000 wieder, bekannt dafür, den HipHop-Gedanken ernst zu nehmen und im Herzen zu tragen - und das in einer (Musik-)Welt, die von Konzepten durchzogen und von Marktanalysen regiert wird. Wie geht das denn?

Platte rauf und schon geht's los, das Jiggy-Bumm-Tschings *sigh* Aber - gar nicht mal so schlecht. Nexte Nummer: naja. Weiterskippen: nice. Was die drei Hannoveraner da abgeliefert haben ist - wie soll ich sagen - überraschend gut! Überraschend deshalb, weil ich absolut voreingenommen in puncto Jiggy-Synthie-Beats bin (mag ich gar nicht) und sinnleere Wortbrocken (reim dich, oder ich beiss' dich). All das wird man aber nicht auf dieser LP finden; Maze und Bene treffen wie immer den Nagel auf den Kopf, DJ Lord Wax trägt zurecht diesen Namen. Musikalisch kann man sich aber streiten - auf 'King' werden definitiv mehrere Geschmäcker bedient, was für mich bedeutet, dass einige Nummern der Killer sind, andere jedoch völlig daneben. Nur eines ist sicher: Deutscher Rap lebt – auch Dank MB1000! (hhs)

04.01.2006 / HoneY / mail


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