review: hiphop

True Stylists - Director's Cut

Das Debüt der jungen Kombo aus Regensburg kommt mit MC Poker, Sängerin Nia Gara und DJ Matrixes um die Ecke und fährt mit 19 Tracks gleich mal ein feines Werk auf.

Da liest man sogar Features von Promoe (Looptroop), Textor (Kinderzimmer Prod.), Creme Fresh, Lügner, Störntybbn, MC Rony oder Mundpropaganda. Die Produktionen sind durchgehend auf gutem Standard (für ein Debüt allemal dick!!). Feine Beats, die meist mit souligen Samples, aber auch mal mit pumpenderen Spuren unterlegt sind. Die Stimmung wird dadurch meist ganz gut getroffen. Poker höchstpersönlich hat ja auch den größten Teil der Beats selbst produziert. Textlich dreht sich „Directors Cut“ viel um’s Drumherum in der HipHopSzene, das Erwachsenwerden oder einfach Spaß am rappen. Teilweise mag das etwas „aufgesetzt“ ankommen...sympathisch wirkt das Album aber trotzdem. Die Jungs verbreiten eine positive Stimmung und setzen auch gekonnt auf kleine Witzchen hier und da.
Summa sumarum ein gelungenes Debüt mit guten deutschem Sprechgesang, dass den Zeitpunkt der Veröffentlichung vielleicht nicht besser hätte treffen können. HipHop aus der Republik erlebt wohl gerade wieder einen Aufschwung der „Alten Schule“ – fernab von Aggro und MTV. Junge Crews wie die True Stylists tragen dazu einen nicht unerheblichen Teil bei und das verdient auf jeden Fall Respekt. Weiter so!

03.10.2006 / Tominoka / mail


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