review: house

V/A - Italo Old(school) - IRMA

Housemusik spielt in der Clubszene bekanntermaßen die ausschlaggebende Rolle und früher – so Anfang der 90er - war sie schlechthin das Beispiel für Underground – Underground, der aus den Staaten kam.

Genau in dieser Zeit haben sich in Italien ein paar Nerds zusammengetan und das Label IRMA Records gegründet, das uns seitdem (überaus breitbandig) mit Musik versorgt. Die musikalischen Produktionen dieser Zeit verschafften der Clubkultur einen enormen Aufschwung und bis heute prägen sie die Clublandschaft. Die Leute um das IRMA Label nutzen die Gelegenheit und verschaffen den „Alten2 und auch jüngeren Generationen wieder einen Einblick in diese Zeit. Jüngstes Werk aus dem italienischen Hause ist das Doppel-CD Digipack „V/A – Italo Old“ und versammelt sage und schreibe 24 Tracks (u.a. von Soft House Company, Jestofunk, Don Carlos oder Key Tronics Ensemble) dieser Epoche, die nach wie vor sehr frisch klingen und die erkennen lassen, daß sich gar nicht so viel verändert hat.
Nun könnte man denken, es handele sich wieder mal um die abgedroschene Idee, Altes neu aufzupolieren. Meiner Meinung nach trifft das jedoch nicht zu, eher handelt es sich darum, „Altes“ wieder in Erinnerung zu rufen, gerade jetzt, wo die Tendenz im House wieder in diese Richtung geht, ähnlich dem (Nu)Disco-Revival.
Viele Nummern der CDs sind als Original vielleicht gar nicht bekannt, doch wurden sie bereits x-mal gesamplet und von daher kommt oft ein „Ah, irgendwo her kenn ich das!“
An dieser Stelle möchte ich aber auch vermerken, daß ich nicht alles, was aus dem Hause IRMA kommt gutheißen kann.
In diesem Fall ist das jedoch anders, hierbei handelt es sich um eine solide Zusammenstellung von Klassikern, die Geschichte geschrieben haben und die größtenteils ein Schmunzeln und Mitwippen hervorrufen. Da die Sachen schon mal da waren (vieles bis jetzt nur auf Vinyl!), kann ich das Ganze nicht als großen Wurf bezeichnen, jedoch absolut empfehlen für Freunde der Housemusik. 6-7 von 10. Erhältlich ab 03. Dezember.

25.11.2007 / matthias desch / mail


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