review: jazz

Build An Ark - Dawn - Kindred Spirits CD/LP

Auf Kindred Spirits erschien vor kurzem der zweite Longplayer von Build An Ark. Und die gut und gerne als Orchester zu bezeichnende Zusammensetzung unter der Führung von Carlos Nino schlägt dabei gekonnt eine Brücke von Cosmic Soul über Afro Funk zu spirituellen Konstrukten, die noch am ehesten mit Sun Ra unter einen Hut zu bringen sind.

Insgesamt sind an dem Werk nahezu 30 Künstler beteiligt wie zum Beispiel die Ausnahmestimme Dwight Trible, Nate Morgan oder Phil Ranelin. Zehn überwältigende Produktionen enthält das Album, sieben davon neuen Ursprungs und 2 Klassiker von Pharoah Sanders sowie „Love, Sweet Like Sugarcane“ von der lebenden Legende Big Black, der u.a. auch mit Sun Ra, Bill Cosby, Quincy Jones und Hugh Masekela gespielt hat.
Das ganze Album entwickelt eine orchestrale Atmosphäre, die einen tief abtauchen läßt in die spirituellen Ursprünge von Musik. Dies hat nahezu etwas religiöses und es gibt fast keine Instrumente, die nicht auf dem Werk zu finden sind. Exzellente Klavierklänge, Streichereinsätze, Percussions, Drums und verspielter Gesang begleiten jedoch nur knapp 40 Minuten. Jedoch macht dies Hunger auf mehr, in Kürze soll wieder etwas von Build an Ark auf Kindred Spirits erscheinen. Hier kann – nein muß man bedenkenlos zugreifen. Spiritual Folk Jazz at its best. Bei Hiphopvinyl gibt es die CD und LP-Version davon. 8-9 von 10.

25.11.2007 / matthias desch / mail


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