review: funk/soul

Mia Doi Todd - GEA - Kindred Spirits

Was jetzt vorgestellt werden soll, passt nicht so recht in das Schema der bisher hier veröffentlichten Rezensionen. Auch lässt sich dieses Album von Mia Doi Todd, geboren in L.A, Yale University Abschluss und exzellente Sängerin nicht in eine Kategorie stellen, vielmehr würde es eher unter eine Mischung von Folk/Country passen...

...Aber gerade aufgrund unserer „Open Mindedness“ soll dieses Kunstwerk hier vorgestellt werden. Instrumentell sehr reduziert (Bongos, Harmonica und Akkustikgitarre) „drängt“ sich Mia mit Ihrer tieftraurigen Stimme in den Vordergrund. Ein dezent Energie geladenes, vor Emotionen strotzendes Album erwartet hier einen bestimmt überraschten Hörer (wenn man sich auf den bisherigen Releasekatalog von Kindred Spirits beruft). Mia drückt mit ihrer Stimme und den Texten so viel aus - Traurigkeit, Wehmut, Sehnsucht aber auch Freude. Gerade der knapp elfminütige Opener „River of Life / The Yes Song“ zieht einen in den Bann, nahezu hypnotisch. Diese angenehme Gefühlsduselei zieht sich durch das gesamte Album über 10 schöne Stücke. Wenn man bedenkt, dass Mia bereits auf Ihr siebtes Album zurückblicken kann („The golden State“ sogar auf Columbia!), dann weiß man getrost, dass die Frau Erfahrung hat – und nebenbei bemerkt auch noch verdammt gut aussieht…! Wer sich also mal auf was Neues einlassen möchte, sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Für Fans von José Gonzales, Joni Mitchell oder Fink.
8 von 10 Seelen.
Releasedate: 14.03.2008 Kindred Spirits (KS022CD)

17.03.2008 / matthias desch / mail


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