review: jazz

Grand Pianoramax - The Biggest Piano In Town - Obliq Sound

Leo Tardin aka Grand Pianoramax, Gewinner der Montreux Jazz Festival Piano Solo Competition 1999 veröffentlicht am 28 März seinen Longplayer “The Biggest Piano In Town” auf dem außergewöhnlichen Label Obliq Sound Records...

...Tardin gilt als Meister am Klavier und liefert eine überaus, im positiven Sinne aufreibende Serie an Stücken, die das Jazz und HipHop-Herz höher schlagen lässt. Man möchte es zum einen gerne als „Speed-Jazz“ bezeichnen, steckt doch sehr viel Impulsivität in den einzelnen Stücken. Zum anderen greift Leo für das neue Album auf überaus gefragte Lyric Artists wie Mike Ladd, Invincible, Spleen oder Celena Glenn (erinnert sehr an Ursula Rucker) zurück, mit denen Tardin wieder das Tempo reduziert und einwandfrei ins Genre HipHop überspringt. Seine Improvisationskünste setzt er gekonnt in den einzelnen Nummern ein, die immer wieder für Abwechslung sorgen. Was aber dem Album absolut zugute kommt ist, dass Leo sich nicht nur aufs Klavier beschränkt, sondern auch auf Fender Rhodes, Minimoog und K-Station zurückgreift, die aus manchem Werk eine nahezu abgespacete Version macht (Ride II: Driftin’ oder Nikola Tesla) und aber auch gerne wieder zum Entspannen einlädt („In the Lab“). Ein absolutes Muss für Leute, die sich gerne mal von ausgeflipptem FutureJazz eins vor den Latz knallen lassen! Im Übrigen gibt’s von „The Hook“ in Kürze auch eine DJ Spinna Version.
7 von 10 Space-Trips.

24.03.2008 / matthias desch / mail


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