review: jazz

V/A - jazzre:freshed - uprock/jrf

Wieder mal eine Compilation, wie auch die Brownswood Bubblers Three vorher. Aber diese Compilation ist mitunter das Beste, was ich die letzen Jahre gehört habe, insbesondere, was die Zusammenstellung angeht.

Erst ein paar Fakten: Doppel-CD, 26 Tracks, Fold-Out Cover und gute Infos im integrierten Booklet. Das eigentlich besondere aber ist der Abend, der hinter dieser Compilation steckt. Selbst großgeworden mit Phusion und Futurejazz ist das DER Abend schlechthin in London, den man sich
wünscht - besser gehts wohl nicht. Dementsprechend hochkarätig sind die Konzerte (davon lebt der Abend - kein Techno, kein House, nix von dem leichtlebigen seichten Dreck), besetzt mit
Profimusikern, die aber leider nicht immer als solche gesehen werden. Auszugsweise Femi Temowo, Kaidi Tatham, Silhoutte Brown, Taylor McFerrin, Julie Dexter, Xantone Blacq, Fertile Ground, Reel People und viele mehr - und ALLE sind live bei jazzre:freshed aufgetreten. Die ganze Litanei kann man sich in einer freien Minute gerne auf der myspace-Seite anschauen.
Die Auswahl der Tracks besticht absolut durch Qualität (die dann auch noch von der Quantität unterstützt wird). Absolut was für Futurejazz, Contemporary Jazz, Souljazz, Afro Cuban und Fusion Jazz Fans - oder die die sich mal Musik in ihrem Ursprung und auch mit Hirn einverleiben wollen, ohne betrunken zu sein - sich einfach mal komplett durch Musik in eine andere Dimension versetzen lassen wollen.
Hinter all dem Gesäusel stecken vier Hosts, nämlich Adam Rock, Bunny Bread, TopRock und Sansah. Vielleicht etwas dick aufgetragen hier, aber einfach mal das Doppelding abgreifen und 20x anhören. Vielleicht versteht man dann ein wenig, was ich meine.
Zum ersten mal 10 von 10 Glücksmomenten.

20.08.2008 / matthias desch / mail


<< zurück

diese seite ist teil von dem hier: reload the bogaloo.