review: broken beats

Beatspoke - No Rush - In|Phusion

Wer mag nicht gerne Musik mit einer gehörigen Portion Soul? Seele auch im Sinne von Gerüst, die die Musik stabilisiert? Sarah Gessler, die von USA nach Barcelona zog und Josh Fontan liefern rechzeitig zur Herbst/Wintersaison das entprechende Material, ...

...jedoch im futuristischen Gewand. Zu kategorisieren ist das Album schwer, finden sich doch enorm viele Elemente des Futuresoul, HipHop, Broken Beats, Poetry ala Ursula Rucker und minimalistische Beats. Insgesamt also eine Amalgamisierung verschiedener Stile, die unglaublich frisch daher kommt. Sarahs weiche Stimme und inhaltsvollen Texte machen Lust auf mehr. Ob einfach nur zum Hören oder Mitnicken, jedoch auch animierend zum Tanzbein schwingen erscheint der Longplayer doch sehr vielseitig. Ganz klar seht hier aber immer die Stimme im Vordergrund, die Josh hervorragend unterstreicht, jedoch meist dezent im Hintergrund steht. Niemals überladen schleicht sich die Musik ins Ohr und brennt sich bei der einen oder anderen Nummer auch als Ohrwurm ein, wie zum Beispiel We dont See, bei der auch mal das Französiche zum Einsatz kommt. Überhaupt ist das ganze international recht aufgespannt – Globalisierung mal im positiven Sinne: eine US-Amerikanerin arbeitet mit einem Spanier zusammen, das Album erscheint auf dem bayerischen Label Inphusion (Nürnberg), geremixt wird von DJ Vadim (UK), Dave DaGato, Fujimoto Tetsuro (Japan) und vielen anderen. Hier kann man bedenkenlos zugreifen, wer noch Remixe will, kann auch hier gerne digital eins draufpacken. Infos und Shoppinmöglichkeit auf Inphusion. Glasklare 8 von 10 ausgesprochenen Schlägen.

06.11.2008 / matthias desch / mail


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